EBITDA
Ertrag · Ertrag · Cashflow · Kennzahl
EBITDA ist die Abkürzung für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization — also Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte.
Berechnung
EBITDA = Umsatz − operative Kosten (ohne Abschreibungen)
oder, vom Nettogewinn aus aufgerollt:
EBITDA = Nettogewinn + Zinsen + Steuern + Abschreibungen
EBITDA isoliert die operative Profitabilität vom Finanzierungs- und Steuerumfeld und macht damit Unternehmen über Länder und Kapitalstrukturen hinweg vergleichbar.
Wofür wird EBITDA genutzt?
- Bewertungs-Multiple wie [[EV/EBITDA|ev-ebitda]]
- Schulden-Tragfähigkeit — Banken nutzen
Verschuldung / EBITDAals Bonitäts-Kennzahl (Zielwert oft unter 3×) - Operative Marge — EBITDA-Marge = EBITDA / Umsatz
Warnung: EBITDA ist KEIN Cashflow
EBITDA ignoriert reale Geldabflüsse: Working-Capital-Aufbau, Investitionen in Sachanlagen (Capex), Steuerzahlungen. Charlie Munger nannte es einmal sinngemäß „Profit vor allem Schlechten”. Für die echte Liquidität eines Unternehmens ist der [[Free Cash Flow|fcf]] maßgeblich.
Archival.ai zeigt EBITDA und FCF parallel — wenn beide stark auseinander laufen, ist das ein Warnsignal.